Glocken in Geschichte und Gegenwart

Seit alters her begleiten Glocken die Menschheit. Die ältesten Exemplare existierten in China. Im sechsten Jahrhundert nach Christus tauchen sie auch in nordafrikanischen Klöstern auf. Im achten Jahrhundert hielten sie ihren Einzug im Abendland. Glockengeläute kündigen schon immer wichtige Ereignisse im menschlichen Leben an, so etwa Geburt, Taufe, Hochzeit, und Tod.Hesslocher Gruppe in der Gieserei

Nachdem die Glocken unserer Pfarrkirche von 1914-1945 zweimal für kriegerische Zwecke missbraucht wurden blieb nur noch eine kleine Glocke übrig, die zu allen Anlässen läutete. 
1951 bildete eine Gruppe aktiver Christen einen Glockenausschuß, der sich um Beschaffung neuer Glocken bemühte, und alles organisierte.
Es wurden Haussammlungen durchgeführt, gestifteter Wein verkauft, kulturelle Veranstaltungen zu Gunsten der Glocken wurden durchgeführt und viele kleine Veranstaltungen, die zum Kauf neuer Glocken beitrugen.


Die alte Glocke auf den Ton A gestimmt, wurde an die Glockengießerei Schilling in Heidelberg zurückgegeben, da sie nicht zum neuen Klangbild passte.
Die vier Glocken sind auf die Töne DES, F, AS, und B gestimmt, zusammen wiegen sie etwa 3,5 Tonnen.


vier neue Glocken und eine kleine für Frettenheim

Am 11.2.1953 war es soweit vier neue Glocken und eine kleine Glocke für Frettenheim wurden von Bischof Albert Stohr geweiht. Sie kosteten ca. 22 000 DM. Es war ein großes Ereignis für die Pfarrei. Erstaunlich, wie schnell selbst in schweren Zeiten und nach den verheerenden Kriegen, die Bevölkerung um ein neues Geläut bemüht war.


Glocken werden durch die Gemeinde gefahren

 


Die Michaelsglocke ist die größte Glocke. Sie trägt die Aufschrift:

GELEITE DIE SEELEN ZUM EWIGEN LICHT RUFER BEIM LETZTEN GERICHT.


 Die zweite Glocke, die Angelusglocke, der Gottesmutter geweiht, trägt folgende Aufschrift:

HILFE DER CHRISTEN WIRST DU GENANNT, BESCHÜTZE VOR ÜBEL LEUTE UND VATERLAND.

Die dritte Glocke ist den Kirchenpatronen St. Gallus, St. Jakobus und dem Ortspatron St. Sebastianus, gewidmet. Die Aufschrift lautet:

KRIEGSDIENST IST DIE LEBENSZEIT DRUM LEHRT UNS:
NEHMT AUF UNS IN DAS GROSSE HEER, DAS MIT EUCH KÄMPFT FÜR GOTTES EHR:

Die vierte Glocke, dem hl. Martinus geweiht, mahnt mit folgenden Zeilen:

MARTINUS IST VOR GOTTES TROHN UNSERES BISTUMS SCHUTZPATRON. BITTE, DASS IN DIESEM LEBEN ALLE NACH DER TUGEND STREBEN:
 


Seit dem Bau der Kirche bis zum 28.7.1966 wurden die Glocken mit Seilen von Hand geläutet.
Am 28.7.1966 wurde ein elektrisches Geläut für unsere 4 Glocken montiert, Kosten etwa 6300 DM. Jetzt kann man alle Glocken per Knopfdruck bedienen. Die werktäglichen- und sonntäglichen Tageszeiten werden automatisch geläutet. eine Glocke wird in den Turm gehoben

Nach einigen Jahren zeigte sich bei Inspektionen das die vier Glocken zusammen große Schwankungen des Turmes erzeugten.
Um den Läutewinkel stufenlos einstellen zu können und größere Bauschäden zu vermeiden, musste als erster Schritt eine neue Leutewerksteuerung installiert werden. Nach dieser Maßnahme wurde die Turmbewegung um 10% reduziert. Die Kosten betrugen ca. 8500 DM. Nach einer erneuten Messung am 31.7.2000 wurden immer noch Schwingungen bei Glocke 1+2 von 0,2 mm/m festgestellt. Unbedenklich sind 0,1 mm/m. Im zweiten Schritt, 26.Mai 2001 wurden 4 neue Revisionsklöppel und Obergewichtsmassen eingebaut damit die Läutewinkel der Glocken noch weiter reduziert und die Schwingungen des Turmes minimiert werden. Dies verschluckte nochmals 10500 DM. Die 3,5 Tonnen schweren Glocken schwingen bei ca. 30m mit dem Winkel von ca. 40-48 Grad. Vor dem Umbau betrug der Läutewinkel über 53 Grad. Die Schwingungen konnten jetzt auf normale Werte eingestellt werden. Durch Sammlungen und Zuschüsse konnte der größte Teil der Kosten abgedeckt werden.
Abschlussergebnis: Bei der am 17.9.2001 erfolgten Inspektion wurde folgendes festgestellt.
Die nunmehr durchgeführten Maßnahmen zur Turmberuhigung haben in jeder Hinsicht zum Erfolg geführt. Das angestrebte Ziel der Halbierung der Turmbewegung ist voll erreicht worden. Am Läuteergebnis hat sich im Vergleich zu vorher nichts verändert, so dass sich die Gemeinde Ihres wahrhaft schönen Geläutes erfreuen kann.

 

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